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Biogasaufbereitungssysteme zur Einspeisung in das Erdgasnetz – ein Praxisvergleich

In der vorliegenden Arbeit (Stand: April 2008) wird die aktuelle Marktsituation verschiedener Technologien und Herstellerkonzepte zur Biogasaufbereitung vor dem Hintergrund der aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen vorgestellt. Neben der aktuellen Vergütungssituation wird auch auf die Perspektiven, Chancen und Risiken der neuen EEG-Novellierung und der geänderten Gasnetzzugangsverordnung eingegangen.

Nach der Darstellung der theoretischen Grundlagen zur Biogasreinigung und CO2-Abtrennung werden die marktverfügbaren Technologien zur Entschwefelung, Entfeuchtung und Methananreicherung von Biogas gegenübergestellt und im Hinblick auf die Anforderungen des DVGW-Regelwerkes bewertet.

Ferner werden die aktuellen Optimierungsbemühungen der Technologieträger zur Minimierung des in der Praxis bei der CO2-Abtrennung auftretenden Methanschlupfes dargestellt sowie technische Möglichkeiten zur thermischen Abgasbehandlung bzw. -verwertung untersucht.

Ein Vergleich der marktüblichen Wäscheverfahren einschließlich der eingesetzten Waschmittel soll einen Überblick über die Vielzahl an Gaswäscheverfahren schaffen und deren Vor- und Nachteile beurteilen.

Im Rahmen der Studie wurde hierfür ein Großteil der in Europa verfügbaren Anbieter von Biogasaufbereitungstechnologien kontaktiert, um Informationen zu Aufbereitungstechnologien, zu Praxiserfahrungen und aktuellen Referenzen sowie Projektkooperationen zu erheben. Daneben wurde auch der Entwicklungsstand neuer Herstellerkonzepte geprüft, die kurz vor dem Markteintritt stehen.

Interessierte Hersteller wurden persönlich, telefonisch und mit Fragebögen zu technischen und wirtschaftlichen Daten ihrer Verfahrenskonzepte und Referenzanlagen befragt. Darüber hinaus wurde jeweils mindestens eine der bereits in Betrieb gegangenen Bioerdgasanlagen der marktführenden Aufbereitungshersteller besichtigt und begutachtet.

Abschließend werden die gewonnen Erkenntnisse im Rahmen eines technischen und wirtschaftlichen Verfahrensvergleiches zusammengestellt und Empfehlungen für eine weitere Verfahrensoptimierung und Technologieentwicklung ausgesprochen.

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Der Eigenstromverbrauch von Biogasanlagen und Potenziale zu dessen Reduzierung

Eine Biogasanlage benötigt für ihren Betrieb elektrische Energie – für Rührwerke, Pumpen, Lüfter und Biomasseeinbringsysteme. Es existiert so gut wie keine übergreifende, systematische Bestandsaufnahme zu diesem elektrischen Eigenbedarf. In der Biogasbranche werden nur wenig aussagekräftige Daten über die Bandbreite des Eigenstrombedarfs von landwirtschaftlichen Biogasanlagen genannt. Dass die durchschnittlichen Werte zwischen 5,8 % (Literaturangaben) und 8,1 % (eigene Messungen) liegen, zeigt, dass der Eigenstromverbrauch sowohl in Fachkreisen als auch von Betreibern und Anlagenherstellern oft unterschätzt wird. Vor diesem Hintergrund lag es nahe, das Thema näher zu beleuchten und den Stand der Technik in systematischer Form darzustellen. Die Studie zeigt die erzielbare Effizienzsteigerung durch Senkung des Eigenstromverbrauchs auf und gibt Anregungen zu Optimierungen im Anlagenbau und -betrieb. Die Hauptmotivation für Anlagenbetreiber den Eigenstromanteil zu senken, ist sicherlich die damit einher gehende Steigerung der Wirtschaftlichkeit des Anlagenbetriebes. Speziell bei Biogasanlagen, die nur aufgrund der gesetzlichen Einspeisevergütung wirtschaftlich betrieben werden können, beeinflusst der Anteil des Eigenstromverbrauchs als Kostenfaktor die Wirtschaftlichkeit der Anlage nicht unerheblich. Motive für Anlagenhersteller den Eigenstromverbrauch zu reduzieren, können darüber hinaus auch rein technologische Gesichtspunkte sein. Technisch einfachere Anlagen mit weniger und optimal auf das Anlagenkonzept abgestimmten Komponenten sind nicht selten kostengünstiger und können oft leichter standardisiert werden. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf einer optimierten Regelungstechnik, die den Biogasprozess abhängig von den Betriebsparametern, z. B. Substratart und -zufuhr in einem optimierten Betriebsfenster regelt.

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