Service

Wechselrichter-Reparatur bzw. -Austausch und Visualisierung

Dem SeV sind funktionierende Photovoltaikanlagen der Schulen ein wesentliches Anliegen. Sind die Erträge einer Anlage schlecht und ist der Wechselrichter erkennbar die Ursache, so können die Schulen bei Austausch oder Reparatur – allerdings im Ermessen des SeV und nach Situation der Mittel – unterstützt werden.

Es sind zwei Fälle zu unterscheiden.

Für die Schulen in Bayern, die ursprünglich mit dem Wechselrichter Siemens SPN 1000 ausgerüstet waren, bietet der SeV einen Reparaturservice an:

• Zeichnet sich ab, dass eine Reparatur erforderlich ist, meldet die Schule den Defekt dem SeV (SonneSchule@sev-bayern.de) und bittet um Prüfung, ob eine Reparatur möglich ist.

• Nach positivem Bescheid nimmt der Reparaturservice des SeV, Solar- und Elektrotechnik Ralf Kühlwein, Kontakt mit der Schule auf und klärt die Modalitäten für die Reparatur. Die Bearbeitungszeitzeit beträgt ca. 8 Wochen.

• Der SeV trägt die Kosten für die Reparatur. Sollte eine Reparatur nicht möglich sein, stellt der SeV einen geeigneten,neuen Wechselrichter zur Verfügung.

Die ehemaligen SONNEonline-Schulen sind mit dem Wechselrichter Sunny Boy SWR 850 ausgerüstet. Für diese Schulen ergeben sich folgende Schritte:

• Die Schule meldet den Defekt dem SeV (SonneSchule@sev-bayern.de) und bittet um Prüfung, ob eine Kostenübernahme möglich ist. Nach positivem Bescheid kann der folgende Weg begangen werden.

• Der SeV versucht den Wechselrichter reparieren zu lassen oder stellt einen neuen Wechselrichter zur Verfügung.

Bei Betriebsstörungen leistet die vom SeV beauftragte ECOlution Engineers Hilfestellung.


Bei den Finanzierungsüberlegungen möchten wir daran erinnern, dass die Schule oder ihr Aufwandsträger für den in das Netz des Netzbetreibers eingespeisten Strom eine Vergütung nach dem „Erneuerbare-Energien-Gesetz“(EEG) erhalten kann.

Vergütungsanspruch:
Für die Einspeisung in das öffentliche Netz gelten die Regelungen nach § 8 und § 9 des EEG vom 29.03.2000. Die Vergütungen sind jeweils für die Dauer von 20 Kalenderjahren zuzüglich des Inbetriebnahmejahres zu zahlen. Beginn der Frist ist der Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Für Anlagen, die vor Inkrafttreten des Gesetzes von 2000 in Betrieb genommen worden sind, gilt als Inbetriebnahme das Jahr 2000. Für die „Sonne in der Schule“-Anlagen bedeutet dies in der Regel: Beginn des Vergütungsanspruchs ist der 29.03.2000; d. h. der Vergütungsanspruch ist bis zum 31.12.2020 gegeben.

Pflichten des Anlagenbetreibers (d. h. der Schule/Gemeinde) nach EEG 2014:
– Mit dem Vergütungsanspruch verpflichtet sich der Anlagenbetreiber zur Mitteilung von Daten an die Bundesnetzagentur und den Netzbetreiber. Letzterer kann auch eine Testierung verlangen.
– Zugleich ist der Anlagenbetreiber auch unternehmerisch tätig und muss nach § 19 Abs. 2 UStG als Kleinunternehmer Steuern abführen. Bei dem Betrag der 1-kW-Anlagen wird das evtl. mit einem Steuererlass abgehen. Allerdings ist jährlich eine Steuererklärung zu erstellen.

Vorgehen bei einer Inanspruchnahme der Vergütung nach EEG
– Abstimmung mit dem zuständigen Netzbetreiber. Beim Netzbetreiber muss ein Antrag eingereicht werden.
– Voraussetzung für die Vergütungspflicht des Netzbetreibers sind die Bedingungen aus § 10 (EEG 2014) und vor allem die Anmeldung der Anlage bei der Bundesnetzagentur.
– Notwendige Maßnahmen an der Anlage: I. d. R. ist ein getrennter Zähler mit jährlichen Mietkosten von ca. 40 – 50 EUR in die Leitung nach dem Wechselrichter zu installieren. Hierfür können allerdings Installationskosten anfallen, die vermutlich mehr als 500 EUR betragen werden.
– Bestimmung eines Anlagenbetreibers und damit Verantwortlichen für den Betrieb der Anlage und die Meldepflicht. Zusätzlich sind die steuerlichen Randbedingungen zu klären.
– Anlagengenehmigung: Es ist davon auszugehen, dass bei einer bestehenden Anlage keine Genehmigung eingereicht werden muss. Dieses ist allerdings mit der zuständigen Genehmigungsbehörde, i. d. R. das Landratsamt, abzustimmen.

Wirtschaftliche Auswirkungen
Nach unseren Auswertungen liegt der Ertrag bei den meisten Anlagen zwischen 750 – 900 kWh/kW p. a. Daraus ergeben sich ab 01.11.2014 folgende jährliche Einnahmen für eine 1-kW-Anlage:
Netzeinspeisung: 95 – 115 EUR p. a.

Zusammenfassung
Der wirtschaftliche Vorteil ist nach Abzug der Mietkosten für den Zähler mit ca. 40 bis max. 60 EUR p. a. Allerdings ist dieser Betrag nur dann realisierbar, wenn keine weiteren Kosten für den Betrieb und die administrativen Arbeiten anfallen.


Auch zukünftig hilft der SeV gerne weiter. Wir bitten, das Problem in einer E-mail an SonneSchule@sev-bayern.de darzustellen. Dann wird versucht so schnell als möglich zu helfen.

Empfehlen möchte der SeV allen Schulen folgende Maßnahmen:

• Kontrolle des Ertrages mindestens alle drei Monate, am Besten monatlich.

• Überprüfung der Verkabelung des PV-Generators einmal pro Jahr. Gerade teilweiser Ausfall von Modulen macht sich nicht immer direkt bemerkbar (z. B. Marderverbiss), da der Zähler sich noch dreht.